Tag 1

15.12.2012 – 18:55 Uhr
Flughafen Graz – 46°59`28″N,15°28`23″O – 340m ü. MSL – 6°C, starker Regen

Pünktlich hob die Lufthansa Maschine vom Typ Embraer ERJ-190 mit dem Namen Kronach in Richtung Frankfurt ab.
Nach 1 Stunde Flugzeit sind wir am Airport Frankfurt angekommen.Danach ging es ins nahegelegene NH- Flughafenhotel.

Tag 2

16.12.2012 – 06:00 Uhr
NH- Hotel Frankfurt – Kelsterbach – 50°2`58″N,8°32`41″O – 122m ü. MSL – 7°C, leicht bewölkt

Das Flughafenhotel wurde seinen Namen voll gerecht. Im 5 Minutentakt gab es die ganze Nacht hindurch Landeanflüge die man vom Zimmerfenster aus herrlich beobachten konnte.
Beim öffnen des Fensters konnte man das ganze sogar noch steigern, durch den Kerosingeruch und den Lärm hatte man das Gefühl die Maschinen fliegen mitten durch das Zimmer.
So komisch es klingen mag, ich hab das voll genossen – Frankfurt ohne Flieger wäre wie Graz ohne Schlossberg.
Zurück am Flughafen heben wir mit einer Boing 777-200 um 14:40 Uhr in Richtung Vietnam ab.Die Flugzeit betrug 10 Stunden und an Schlaf war bei mir nicht zu denken, vor der Landung machte ich noch schnell einen Magentest
mit dem selbstgewählten Frühstück – Marmeladesemmel mit Schrimps und Reisbrei.

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Tag 3

17.12.2012 – 06: 30 Uhr
Airport Hanoi – 21° 2′ N, 105° 51′ O

29°C wolkenlos

Als Tip für alle die auch mal vorhaben nach Vietnam zu fliegen, dass mit den Onlinevisum kann ich nur weiterempfehlen.Kostet weniger und ist unkompliziert.
Leider wurde in Frankfurt ein Container mit Gepäckstücken vertauscht und somit gab es einen Trubel am Gepäckband, wir hatten Glück – alle Koffer da!
Nach ca. 1 Std. Fahrt erreichten wir unser erstes Hotel in der Altstadt von Hanoi.Nach 2 Std. wartezeit konnten wir gegen Mittag unser Zimmer beziehen.
Nach einer kurzen Ruhepause ging es gleich zu einem Altstadtbummel los.
Als schwierig erweist sich das überqueren von Strassen, man muss erst den richtigen Rhythmus finden um heil auf die andere Seite zu kommen. Das wichtigste ist nie stehenbleiben!!

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Tag 4

18.12.2012 – 06:00 Uhr
Hanoi Old Town City – 21°2`3″N,105°50`51″O, 30m ü. MSL, 19°C Regenschauer

Heute morgen machte ich mich noch im dunkeln auf zum Hoan Kiem Lake, dort angekommen waren bereits hunderte Einheimische am See um Morgengymnastik zu betreiben.

01_Gymnastik

Das Vergnügen dauerte aber nicht lange und es fing zu schütten an, ich musste für den Rückzug ins Hotel entscheiden.
Nach einem Gassenfrühstück, dessen Auswahl unbegrenzt war machten wir uns auf zum Dong Xuan Markt . Wir haben die echten Spezialitäten wie Hund vom Spiess, gegrillte Schlangen etc.
diesmal nicht genommen und nahmen stattdessen Chilli -Ei im Brötchen für 10.000 Dong (ca. 30 Cent).

02_Hund

Danach haben wir uns noch einen Abstecher zum Roten Fluss vorgenommen, für diese Strecke von ca. 500m benötigten wir wegen der Strassenüberquerungen über 1 Stunde.
Jedesmal wenn man eine Strasse überquert möchte man am liebsten ein Dankesgebet aussprechen das man diese Aktion überlebt hat.

03_Roter_Fluss

Mit einem Klick auf folgendes Foto könnt ihr euch selbst ein Bild vom vietnamesischen Verkehr machen:

04_Verkehr

05_Tempel

Nach 9 Stunden Dauerlauf in der Altstadt hatten wir mal eine Pause eingelegt, man befindet sich ja schliesslich auf Urlaub.Am Abend wartete auf uns wieder ein besonderer Leckerbissen, nein kein “Hot Dog”.Es ging zum Wasserpuppentheater von Hanoi, anfangs war ich eher skeptisch, aber Rückblickend muss ich sagen war die 100.000 Dong Eintrittsgeld wert(ca. €3,50). Der Abend fand seinen Ausklang so gegen 22:00 bei einem Fläschchen Ha Noi Bier.

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Tag 5

19.12.2012, 09:00 UhrHanoi Old Town City – 19°C, stark bewölkt

Der heutige Tag hat so richtig gemütlich begonnen, da wir heute mal bis 8:00 Uhr geschlafen haben.Dann ging es noch schnell vor das Hotel um ein Strassenfrühstück einzunehmen, es gab wieder wie schon gewohnt – Omlettenbrötchen mit Chili.

01_Frhstck

Um 9:00 Uhr ging es dann noch entspannter weiter, nämlich auf einer Fahrradrikscha zum Mausoleum von Ho Chi Minh.Die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde, wobei man die Möglichkeit hatte den Verkehr in vollen Zügen zu geniessen, da man ja erste Reihe Fußfrei in der Rikscha sitzt.Das Gelände auf dem sich auch der derzeitige Präsidentenpalast befindet war natürlich abgeschirmt von Militär, was die Bewegungsfreiheit schon ein wenig einschränkte.

02_Mausoleum

Den Rückweg traten wir wieder einmal zu Fuß an, diesmal ging es die Bahngeleise entlang, aber selbst an dem verbleibenden Meter zwischen Geleisen und Wohnungstüren zwängten sich auch noch Mopeds durch.Nach zwei Tagen in Hanoi kann man sich auch schon ein wenig besser orientieren, vor allem daran daß jede Gasse einem bestimmten Verkaufsprodukt zugewiesen werden kann.Es gibt die Holzgasse, Gewürzgasse, Eisengasse, Sarggasse usw.

03_Bahn

Tag 6

20.12.2012 – 05:30 Uhr Hanoi – Wetter: 16 °C, Wind aus NO mit 14 km/h, 88 % Luftfeuchtigkeit

Heute Morgen verließen wir die hektische 6,5 Millionen Hauptstadt Hanoi in Richtung Süden.

Was wir hier anschaulich gelernt haben ist das sichere Überqueren von mehrspurigen Straßen die lückenlos in beiden Fahrtrichtungen befahren werden ohne dabei überrollt zu werden.

Siehe dieses Video: Hier klicken

Mai Chau – 13:00 Uhr 20.667°N,105.000°E, 25°C leicht bewölkt

Für diese Strecke von 160 km benötigten wir ca. 4 Stunden. Es war richtig angenehm wieder mal so richtig durchatmen zu können in dieser grünen Oase aus Reisfeldern.Diese ländliche Gegend in den Bergen von Nordvietnam ist von einer ethnischen Minderheit bevölkert inmitten derer wir ein Stelzenhaus mit 9 anderen Mitbewohnern teilen durften.Das Abendessen im selben Haus hatte bei manchen einen etwas fahlen Nachgeschmack worauf nach dem Essen die Überreste den anwesenden Hunden und Katzen zum Ausschlappern der Teller neben den Gästen überreicht wurden.Na, ja zumindest die Teller waren danach sauber. Die Nacht war alles andere als ruhig, daher das Haus natürlich auf allen Seiten offen war ohne Fenster.Bis Mitternacht konnte man das quacken von tausenden Fröschen hören und als diese verstummten fingen die ersten Mitschläfer zu schnarchen an. Gegen 4 uhr Früh hatte man sich auch an das gewöhnt dann begannen schön langsam unzählige Hähne zu krähen an. Um 6:00 Uhr Früh hieß es endlich “Good Morning Vietnam”.

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Stelzenhaus

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Tag 7

21.12.2012, 06:00 Uhr

Mai Chau, 19°C Nebel

Nach dem Frühstück ging es zeitig weiter in die Trockene Halong Bucht im Delta des Roten Flusses.

Die Strecke war mit 140 km und ebenfalls ca. 4 Stunden Fahrzeit angesetzt.

13:30 Uhr

Ninh Binh, 20°15`0″N, 105°49`48″, 26°C leicht bewölkt

Hier erwartete uns ein weiteres Naturjuwel im ersten Nationalpark Vietnams, ein Spaziergang durch die Kalkfelsen mit ihren schroffen Formen war eine echte Wohltat.

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Tag 8

22.12.2012, 06:00 Uhr, Nimh Binh, 18°C, leichter Regen

Um 7:00 Uhr Morgens haben wir die Trockene Halong Bucht verlassen und machten uns auf den Weg in die “echte” Halong Bucht.Die Fahrtstrecke betrug 150 km bei einer Fahrzeit von 5 Stunden.

13:00 Uhr, Ha Long City

Gleich nach der Ankunft im Hafen bestiegen wir unsere Dschunke auf der wir auch die Nacht verbrachten.Die Kajüten waren sehr nett eingerichtet, selbst mit eigener Dusche und WC.

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Während der Fahrt durch die zerklüfteten Kalkfelsen gab es im Bordrestaurant Meeresfrüchte in allen Variationen.

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Unser erster Halt war bei der Hang Sung Sot Höhle, eine richtig mystische Angelegenheit so ein Spaziergang durch die perfekt beleuchteten Höhlengänge. Der zweite Stop war an einer Insel auf deren Gipfel ein Tempel zu erklimmen war, eine Aussicht von der man nur träumen kann.

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Rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir wieder zurück an Bord wo wir uns nach einem Abendessen und ein paar Abschlußbierchen an Deck zur Nachtruhe in unsere Kajüten zurückzogen.

Tag 9

23.12.2012 – 06:25 Uhr Ha Long Bay, 20° 51′ N, 107° 9′ O, 19°C stark bewölkt

Leider blieb der erhoffte Sonnenaufgang an Bord aus, daher konnten wir uns umso mehr dem Frühstück widmen.Während des Frühstücks fuhren wir noch durch ein paar besonders schöne Stellen der Bucht.Um 10:30 Uhr verließen wir das Boot am Hafen und machten uns auf den Weg Richtung Flughafen in Hanoi.Auf der Fahrt gab es wieder einiges auf den Stassen Vietnams zu sehen, besonders spannend sind die Lebendtransporte von Tieren auf ihren Mopeds.

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Um 14:30 Uhr sind wir am Flughafen in Hanoi angekommen, nach dem einchecken hieß es jetzt noch bist 20:25 Uhr warten auf den Inlandsflug nach Hue.Der Airbus A-321 brachte uns in knapp einer Stunde in die Kaiserstadt Hue.

Hue, 21:30 Uhr 16° 28′ N, 107° 35′ O, 20°C starker Regen

An diesem Abend konnten wir nur noch unser Zimmer beziehen und den Ausblick auf die 300.000 EW Stadt vom elften Stockwerk unseres Hotels geniessen.

Tag 10

24.12.2012, 06:30 Uhr, Hue, 20°C stark bewölkt

Um 08:00 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung des Parfümflusses um unser Drachenboot zu besteigen.

01_Drachenboot

Flussaufwärts ging es zuerst zur Pagode der himmlischen Frau, dem Wahrzeichen von Hue.

Himmlische

Unser nächstes Ziel war Mausoleum des Kaisers Minh Mạng.

Mauseluem

Nach dem Kulturprogramm ging es weiter zum Markt wo es immer etwas zu entdecken gibt. Um 20:00 Uhr war dann die offizielle Weihnachtsfeier im Restaurant Kaiserpalast angesagt, Hue gilt als die Stadt in der man am besten Speisen kann.Das 11-gängige Mahl hat uns restlos davon überzeugt!!

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Weihnachtsessen

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Tag 11

25.12.2012, 06:00 UhrHue, 19°C leicht bewölkt

Unsere heutige Reiseetappe ging über 150 km weiter Richtung Süden, als Ziel die Stadt der Schneider Hoi An. Um diesen Ort zu erreichen mussten wir zuerst den Wolkenpass Hai-Van (496m) überwinden, für ein Auto oder einen Bus ist das nicht so ein großes Problem. Aber der Zug mühte sich hier schon ganz schön ab, da muß eine Lok ziehen und eine weitere schieben.

Wolkenpass

Als ersten Zwischenstopp hielten bei den Marmorbergen von Da Nang, hier gab es ein paar Höhlen mit riesigen Buddhafiguren zu sehen. Bei dieser kleinen Klettertour merkte man schnell das man in der tropischen Klimazone gelandet ist.

Marblecity
Der nächste halt war in Da Nang, eine der wichtigsten Handelsstädte im Pazifischen Ozean.

Da_Nhang

16:00 Uhr, Hoi An, 22 °C, Wind aus SW mit 8 km/h, 94 % Luftfeuchtigkeit

Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen haben ging es gleich mal ab in die Altstadt, da waren wir mal echt überrascht – ein ganz neues Flair, dass diese Stadt zu bieten hat.Zum Abendessen entschlossen wir uns für eine traditionelle Strassenküche, das Essen war wieder einmal fantstisch, ich wurde sogar während des gesamten Abendmahls von der Chefin persönlich gefüttert.

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Abendessen

Tag 12

Hoi An, 08:30 Uhr, 24 °C, Wind aus NW mit 8 km/h, 83 % Luftfeuchtigkeit

Unseren heutigen Tag haben wir gleich einmal sportlich mit einer 5 stündigen Radtour begangen. Auf unserer Route besuchten wir einige Tempel und den Soldatenfriedhof aus dem Vietnamkrieg, ebenso erreichten wir den nahegelegenen China Beach.

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Baden war nicht möglich da die rote Flagge ausgehängt war, dafür ging es noch durch ein paar abgelegene Reisfelder die mit Ihren Bewässerungsgräben ein Paradies für Libellen darstellten.

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Nach der Radtour gab es sogar mal eine Stunde Pause, nach der es aber gleich wieder zum Fluss hinunter ging. Wir hatten ein Riesenglück dass gerade Vollmond war und deshalb fand ein traditionelles Lichterfest statt. Bei diesem Fest erwirbt man für ca. 30 Cent eine Laterne mit einem Kerzchen drin die dann dem Fluss übergeben wird und man sich etwas wünschen darf.

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Tag 13

Hoi An, 06:00 Uhr, 26 °C, Wind aus NW mit 2 km/h, 96 % Luftfeuchtigkeit, starker Regen

Heute Morgen bin ich noch im Halbdunkel zum Fischmarkt spaziert, leider hat es bereits nach wenigen Minuten zu schütten begonnen.Ich musste mir in der Fleischabteilung einen Unterschlupf suchen, ein guter Platz für ein paar Fotos. Etwas durchnässt war ich zum Frühstück wieder zurück im Hotel.

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Nach einer kleinen Pause machten wir uns auf den Weg in die Altstadt um einen Stadtbummel zu machen und ein paar Dinge zu besichtigen. Hoi An ist für uns die schönste und romantischste Stadt, die wir bisher im Vietnam gesehen haben – voller kleiner geheimnisvoller Gassen, bunten Lampions, verschiedenste Handwerksgeschäfte und kleinen Tempeln…Hier kann man stresslos die Seele baumeln lassen….

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Tag 14

28.12.2012, 05:30 Uhr Hoi An, Wind aus NW mit 15 km/h, 98 % Luftfeuchtigkeit,  Regen

Heute hatten wir die erste länger Etappe vor uns, nämlich 270 km die wir in 10 Stunden bewältigt hatten. Es reichte auch noch für zwei kurze Fotostops, der erste war ein Schweinemarkt. Die Tiere werden hier nicht besonders liebevoll behandelt, man merkt schnell das es sich nur um Lebensmittel handelt, da werden schon mal bis zu 10 Schweine in einen kleinen Korbgepfercht und dann aufs Moped verladen.

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Der nächste Halt war nicht minder grausam, Son My – hier zeigte der Vietcong Krieg wohl sein schrecklichstes Gesicht. Am 16.März 1968.Die Soldaten vergewaltigten Frauen und ermordeten fast alle Bewohner des Dorfes: 503 Zivilisten, davon 182 Frauen, 172 Kinder, 89 Männer unter 60 Jahren und 60 Greise. Es wurden sogar sämtliche Tiere getötet. Man kann hier noch die Überreste der Häuser besichtingen, sowie eine Gedenkstätte.

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17:15 Uhr, Qui Nhon, 13°46′N 109°14′E, stark bewölkt, 27°C

Nach dieser etwas anstrengenden Fahrt konnten wir endlich unser Hotel beziehen, es war ein sehr schönes 4 Sterne Hotel direkt am Red Beach.

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Tag 15

29.12.2012, 06:00 Uhr,  Qui Nhon, Regenschauer, 26°C

Da unser Hotel ja direkt am Strand war hatten wir diesmal auch das Vergnügen zum Einschlafen die Meeresbrandung zu geniessen.Es wäre ein Idealer Punkt gewesen um einen schönen Sonnenaufgang vom Balkon des Hotels aus zu beobachten, doch das wurde nichts. Es hat wie schon beinahe jeden Morgen pünktlich um 06:30 Uhr zu schütten begonnen.Auch heute hatten wir wieder eine Strecke von ca. 260km zu bewältigen, geplante Fahrzeit – 10 Stunden! Unterwegs hielten wir an einer etwas überfüllten Bucht mit Fischern und an einer Fabrik zur Erzeugung von Fischsauce – da werden Fische bis zu 18 Monaten in Fässern gelagert und wenn sie fertig fermentiert sind rinnt unten die Sauce an einem kleinen Hahn heraus.

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Die Landschaft hat sich inzwischen gegenüber dem Norden sehr verändert, an einer Seite ist das Meer und an der anderen Seite Reisfelder im sattesten grün so weit das Auge reicht.

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16:30 Uhr, Nha Trang, 12° 15′ N, 109° 12′ O, 33°C, leicht bewölkt

Etwas früher wie geplant erreichten wir Nha Trang das am südchinesischen Meer liegt. Es wird auch als “Nizza des Ostens ” bezeichnet. Der erste Eindruck hatte sich bestätigt, dieser Ort ist die Touristenhochburg Vietnams.

Tag 16

30.12.2012, 05:30 Uhr, Nha Trang, 27°C, leicht bewölkt

Pünktlich zum Sonnenaufgang war ich heute am Strand, es tummelte sich da aber schon hunderte Menschen im Wasser und am Strand. Der Nightlife Lärm lag mir auch noch ein wenig im Ohr von der letzten Nacht, da gehts zu wie in Ibiza, Halli Galli bis in die frühen Morgenstunden.

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Am späteren Vormittag war Baden angesagt, das Meer ist hier sehr sauber und auch die Wassertemperatur mit 27°C ist auszuhalten. Kurz nach Mittag kamen wieder ein paar dunkle Wolken vorbei. Ansonsten war das eher ein Tag zum Relaxen.

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Am Nachmittag hatten wir noch ein wenig Zeit um eine Räucherstäbchenmanufaktur zu besichtigen.

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Tag 17

05:30 Uhr, Nha Trang, 25°C, strak bewölkt, sehr stürmisch

Heute sind wir um 06:30 Uhr abgefahren und hatte die längste Etappe zu bewältigen, 370 km in 12 Stunden.Die letzte Nacht war ja auch nicht gerade die ruhigste, es hatte durchgehend gestürmt, dass ich schon bedenken hatte uns weht es das Dach vom Kopf weg.Den ersten Stop gab es nach ca. 2 Stunden, wir hatten uns an dieser Stelle vom Meer verabschiedet, denn das werden wir bei der Reise nicht mehr wiedersehen.

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Die Fahrt erwies sich dann doch noch ganz unterhaltsam, nach den ersten 3 Stunden hatte wir einen Reifenplatzer. Die Zeit für die Reparatur nutzten wir gleich um eine der unzähligen Drachenfruchtplatagen zu besichtigen und auch gleich zu verkosten.

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18:00 Uhr,Saigon,33 °C, Wind aus O mit 8 km/h, 78 % Luftfeuchtigkeit

Die Ankunft in der größten Stadt Vietnams mit ca. 13 Millonen Einwohnern war relativ pünktlich, obwohl wir für die letzten 100 km doch mehr als 3 Stunden benötigten.Beschreiben kann man das Verkehrsaufkommen nur sehr schwer, dass muss man einfach selbst gesehen haben. Millionen von Mopeds rollen in endlos langen Schlangen in 10 und mehr Spuren auf den Strassen und wenn da kein Platz mehr ist dann halt auch noch auf den Gehsteigen dahin.

→ Video

Nach dem Abendessen ging es auf die Dachterasse von unserem Hotel um das Feuerwerk zu bestaunen. Nach ein paar Bieren bei noch immer 30°C gings um 1:00 Uhr ab ins Bett.

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Tag 18

01.01.2013, 08:00 Uhr,Saigon,34 °C, Wind aus O mit 16 km/h, 89 % Luftfeuchtigkeit

Den ersten Tag im neuen Jahr gingen wir gemütlich mit einer Rikscha Fahrt durch Saigon an. Es standen auch wieder ein paar Besichtigungen am Programm, besonders beeindruckend fand ich die vielen Tempel an denen zum Neujahrstag besonders viel los war. Der Duft von den tausenden Räucherstäbchen die da abgebrannt wurden war zum Teil schon bedrohlich wegen der Erstickungsgefahr 🙂

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Am Nachmittag streiften wir noch ein wenig durch die Märkte, besuchten eine Leichenhalle und Abends ging es noch ins legendäre Hard Rock Cafe. Die Preise waren hier wieder mal erschreckend europäisch, ich würde mal sagen alles ca. 10 mal so teuer wie normal in diesem Land.

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Da es noch ein wenig zu früh war um ins Bett zu gehen beschloss ich noch schnell eine Mopedfahrt, natürlich nur als Beifahrer zum Saigon River zu machen.

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Tag 19

02.01.2013, 06:00 Uhr, Saigon, 27 °C, Wind aus S mit 10 km/h, 74 % Luftfeuchtigkeit

Heute haben wir schon um 07:00 Uhr mit unserem Bus auf den Weg gemacht, denn es standen 2 Besichtigungspunkte auf unserem Plan Nach etwa 2 Stunden Fahrzeit kamen wir in “CU CHI” an – das ist ein Teil jenes Gebietes in dem die Vietnamesen in den ca. 15 Jahren Kriegsjahren das rund 250 km lange, unterirdische Tunnelsystem gegraben haben.Die Gänge befinden sich auf 3 Etagen – in 3, 6 und 11 Metern Tiefe (danach kommt das Grundwasser hoch).  Sie sind mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem, mit Versorgungsbunkern, Besprechungszimmern, Werkstätten und vielem mehr ausgestattet, was zu einem Leben unter Tag benötigt wird.Diese Gänge sind so schmal und nieder, dass wir Europäer uns fast nur auf allen Vieren bewegen konnten – sie haben jedoch während der Kriegsjahre ungefähr 90.000 Vietnamesen Schutz vor den Amerikanern geboten.

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Danach ging es mit dem Bus weiter zum CAO DAI Tempel in Tai Min wo wir pünktlich zur 12:00 Uhr -Messe eintrafenund sich jede Menge Mönche zum Gebet trafen.Der Caodaismus wurde 1927 im Vietnam gegründet und vereint verschiedene Glaubensrichtungen wie Buddismus,Taoismus, Islam, Konfuzianismus und auch Katholiken, und ist die drittgrößte Religion des Landes. Das Gebiet rund um dem Temple ist sehr weitläufig und beherbergt rund 100.000 Mönche.Der Tempel selbst ist faszinierend und kitschig zu gleich…in der großen, sehr bunten Säulenhalle hat während der Zeremonie hat jede Religion seinen Platz.

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Nach einer mehr als zweieinhalbstündigen Heimfahrt waren wir froh wieder unsere Beine bewegen zu können und haben noch einen kleinen Spaziergang ins Zentrum vom Saigon gemacht, wo schon Vorbereitungen für das vietnamesischen Neujahrsfestgetroffen werden.

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Tag 20

03.01.2013, 06:00 Uhr,Saigon, 27 °C, Wind aus N mit 4 km/h, 88 % Luftfeuchtigkeit

Heute führte uns die Fahrt in den Mekong Delta, eine Strecke von ca. 180 km. Das Mekong Delta gilt als die Speisekammer Vietnams, auf dem ersten Teil der Strecke war die Strasse links und rechts mit Gemüseplantagen bestückt.Unser Zwischenstopp war das größte Kokosnussanbaugebiet Vietnams inmitten der Wasserarme des Mekongs. Als Spezialität gab es Mittags einen Elefantenohrenfisch, der war ganz lecker.

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Vor der Ankunft am Ziel ging es noch über die längste Hängebrücke Südostasiens – die Can Tho Brücke. Diese war bereits beim Bau eingestürzt und forderte 54 tote Arbeiter.

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17:00 Uhr, Can Tho, 34 °C, Wind aus O mit 21 km/h, 83 % Luftfeuchtigkeit,10° 2′ N, 105° 47′ O

Die Stadt liegt am südlichen Ufer des „Unteren Mekong“, des größten Mündungsarmes des Mekong. Hier ging es kulinarisch schon ganz schön ans eingemachte, als Aperitif wurde Schlangenblut serviert. Dabei wird der lebenden Schlange der Kopf mit einer Schere abgeschnitten und anschliessend das warme Blut in Gläser gefüllt. Als Hauptgericht gab es dann die Schlange im Currytopf, war gar nicht mal so schlecht.

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Tag 21

04.01.2013, 06:00 Uhr, Can Tho, 30 °C, Wind aus O mit 6 km/h, 89 % Luftfeuchtigkeit

Heute hiess es wieder mal früh raus aus den Federn, aber die Nacht war ohnedies nicht so angenehm da die Klimaanlage ausgefallen war und es sehr heiss im Zimmer war.Mit einem kleinen Boot ging es den Mekong hinunter, nach ca. einer halben Stunde waren wir am Floating Market angekommen.Es handelt sich hier um den größten schwimmenden Markt Vietnams, das einkaufen ist hier auch ganz einfach, jedes Boot hat an einer langen Stange am Heck des Schiffes den Artikel den es zu verkaufen gilt angebracht.

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Das Frühstück wurde auch gleich auf dem kleinen Boot zu bereitet und natürlich durfte auch ein kleiner Souvenir Laden an Bord nicht fehlen, was so manches Frauenherz natürlich begeisterte.

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Nach dieser etwa 4 stündigen Bootsfahrt sind wir um 13:00 Uhr zu unserer letzten Etappe in Vietnam weitergefahren.Die 120 km lange Strecke durch das Landschaftlich überaus reizvolle Mekongdelta ging es über zahllose Kanäle und Seitenarme des Mekongs.

17:00 Uhr, Chau Doc,10° 42′ 0″ N, 105° 7′ 0″ E, 33°C

Viel Zeit blieb uns leider nicht mehr um diese Grenzstadt zu Kambodscha näher kennenzulernen, aber für einen kleinen Spaziergang an der Uferpromenade hat es gerade noch gereicht. Da liefen schon auch ein paar lustige Typen umher.

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Abendessen gab es direkt am Mekong in einem Art schwimmenden Bambusfloß das am Ufer befestigt war. Man konnte von hier aus die tausenden Wasserhiazynthen die ohne Ende den Fluß hinuntertrieben beobachten.

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Tag 22

05.01.2013, 05:00 Uhr, Chau Doc, 30°C, leicht bewölkt

Heute ging es abermals früh los um rechtzeitig auf das Schnellboot Richtung Phnom Penh zu kommen. In das Boot wurden so ca. 40 Personen samt Gepäck hineingepresst, nach etwa 1 Stunde haben wir die kambodschanische Grenze erreicht. Man musste das Boot verlassen um die Visumsformalitäten zu erledigen. 24 Dollar ärmer und eine Stunde später wurde die Fahrt fortgesetzt. Nach 6 Stunden legten wir endlich an.

14:00 Uhr, Phnom Penh, 29 °C, Wind aus N mit 16 km/h, 55 % Luftfeuchtigkeit, leicht bewölkt

Phnom Penh ist die Hauptstadt Kambodschas. Phnom Penh hat 2 Millionen Einwohner und liegt im Südwesten des Landes am Tonle Sap, einem Zufluss des Mekong. Gegenüber Saigon ist diese Stadt ein Erholungszentrum.Am Nachmittag ging sich noch die Besichtigung des Königspalastes mit der Silberpagode dessen Boden aus reinem Silber besteht.

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Die Essgewohnheiten haben sich hier auch wieder ein wenig geändert, auch die Bierpreise sind ein wenig gestiegen, hier legt man schon 1 Dollar für ein Bier ab. An der Fressmeile am Tonle Sap gibt es gebratene Vogelspinnen, Schlangenspiesse, gegrillte Kakerlaken und noch unzählige andere Tiere die ich nicht zuordnen konnte.

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Wir haben uns diesmal für ein Essen in einem sehr luxuriösem Restaurant am Ufer entschieden, die Wahl fiel auf den Amok Fisch in einer Kokosnuss serviert. Nach einem Cocktail in einer Bar ging es gegen Mitternacht ab ins Bett.

Tag 23

07.01.2013, 08:00 Uhr

Phnom Penh, 31 °C, Wind aus N mit 23 km/h, 75 % Luftfeuchtigkeit

Heute war wieder mal ein weniger stressiger Tag am Programm, nach dem Frühstück spazierten wir gemütlich zum Art Deko Markt.

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Als zweiten Besichtigungspunkt wählten wir noch die höchste Erhebung in der Stadt, den Wat Phnom: spirituelles Zentrum von Phnom Penh auf einem ca. 27 m hohen künstlichen Hügel.

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Am Nachmittag machten wir es uns in einer Eckkneipe bei ein paar Pitcher Angkor gemütlich, wonach wir noch zum Abendessen auf den Nachtmarkt marschierten.

Da konnte man aus den verschiedensten Gerichten aus den kleinen Garküchen wählen und anschliessend auf dem Platz inmitten des Marktes aus einem Teppich sitzend das Essen geniessen.

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Nach Hause fuhren wir mit einem traditionellen Tuk Tuk, ein Moped mit einer Art Kutsche hinten dran.

Tag 24

07.01.2013, 05:00 Uhr

Phnom Penh, 27 °C, Wind aus S mit 6 km/h, 88 % Luftfeuchtigkeit

Heute ging es früh Morgens zu unserer letzten Etappe nach Siem Reap, die Fahrt war etwas länger wie geplant da viele Baustellen am Weg waren.

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Die Strecke betrug 370 km, es gab diesmal nur einen kurzen Stop im sogenannten Spinnendorf. Die Sezialität sind da natürlich Spinnen in allen Variationen, da konnten wir natürlich auch nicht widerstehen und kosteten halt mal Vogelspinne, war gar nicht so schlecht.

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15: 30 Uhr

Siem Reap, Wetter: 31 °C, Wind aus S mit 11 km/h, 55 % Luftfeuchtigkeit

Gleich nach der Ankunft charterten wir ein Tuk Tuk zu einer Sonnenuntergangsfahrt zu einem der zahlreichen Lotusblütenseen. Doch etwas geschafft von diesem Tag gab es zum Abendessen noch Krokodil.

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Tag 25

8.1.2013, 05:30, Siem Reap, 30 °C, Wind aus O mit 8 km/h, 58 % Luftfeuchtigkeit

Dies war wohl der härteste Tag dieser Tour, es fing schon damit an das der Tourbus für das Angkor Gelände mit fast einer Stunde zu spät kam. Am Gate angelangt wurde mal kräftig zur Kasse gebeten – 40 Dollar Eintritt !!

Dann ging die Tempelrallye so richtig los, der erste Tempel – Angkor Thom bekannt es dem Film Tomb Raider, wo sich Angelina Jolie über die Tempelmauern schwang.

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Nach Banteya Srei folgte dann gegen Mittag der Angkor Wat Tempel als “Höhepunkt”, irgendjemand hatte die Idee den Tempel zur Mittagszeit zu Besuchen da weniger Leute da sind.

Was ich sofort verstehen konnte, wer geht schon bei 35°C im Schatten durch das Tempelgelände.

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Dem Hitzeschlag nahe starteten wir zum nächsten Tempel durch, dem Mayon – berühmt vor allem wegen seiner Türme mit meterhohen aus Stein gemeißelten Gesichtern.

Dieser Tempel war echt schön, die Temperatur war ja mittlerweile auch schon um mindestens 1°C gesunken.

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Mit letzter Kraft waren wir um 16 Uhr wieder zurück im Hotel, Duschen, Essen, ein Pitcher Bier und “AUS”.

Tag 26

9.1.2013, 04: 00 Uhr, Siem Reap, 27 °C, Wind aus S mit 4 km/h, 66 % Luftfeuchtigkeit

Heute haben wir wieder mal einen Frühstart hingelegt, um 5:00 Uhr war Abfahrt zum Sonnenaufgang in Angkor Wat. Das wir nicht die einzigen sind die diese Idee hatten habe ich mir gleich gedacht, aber was uns da erwartete war schon ein wenig heftig. Als wir ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang beim See vor dem Tempel waren, hatten sich bereits hunderte vor uns einen guten Platz gesichert. Na ja, wer zu spät kommt muss halt einen Platz 2 Wahl nehmen.

Als ich mich dann mal so gegen 6:00 Uhr umdrehte und die Menschenmasse sah, war ich mit meinem Plätzchen auch wieder ganz zufrieden.

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Um 8:00 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel, wo wir kurzfristig entschieden haben, an diesem Tag keine Tour mehr zu machen. Ein paar Züge am Pool der Dachterasse zu schwimmen tut auch mal ganz gut.

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Später gönnten wir uns noch eine echte Khmer Massage für 8 Dollar die Stunde und ließen den Tag mit einer kleinen Radtour in die umliegenden Reisfelder ausklingen.

Tag 27

10.1.2013, 06 : 00 Uhr, Siem Reap, 26 °C, Wind aus N mit 10 km/h, 87 % Luftfeuchtigkeit

Heute ging unsere Reise zu Ende, aber einen kleinen Ausflug heben wir dennoch gestartet. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang fuhren wir mit dem Tuk Tuk für 10 Dollar nochmals zum Bayon Tempel.

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Man konnte nun wunderbar beobachten wie mit aufgehendem Sonnenstand immer mehr Gesichter in den Steinen der Tempelanlage zu sehen waren. Als dann so gegen 8:00 eine Gruppe Japaner eintrudelte wurde es hektisch, die Jungs hatten echt alles dabei, minimum 2 Kameras um den Hals und sogar zwei eigene Mönche zum Posen.

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Am späten Vormittag noch schnell ins Schmetterlingshaus, und dann ab zum Flughafen von Siem Reap um nach Hanoi zu fliegen.

Von da aus ging es um 01:00 Uhr früh wieder zurück nach Europa.